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In diesem Jahr segelten 11 Aktive mit und
sprengten jeden gewohnten Rahmen, 28 Teilnehmer sind der Rekord in den
nunmehr 14 Jahren der Alanentörns. So buchte ich also gleich 5 Boote für
einen Törn, der als Spaßtörn für die Aktiven ausgelegt war: längere
Schläge von Insel zu Insel, häufiges
Ankern und Herumheizen mit der Gummiwurst standen auf dem Programm.
Der Törnbericht ist
naturgemäß sehr aus der Sicht meines Schiffes verfasst.
Der erste Tag:
Puntone (Anreise)
Es begann sehr ähnlich wie
im letzten Jahr. Die Aktiven fuhren bereits am Freitagabend mit 2 Bussen ab
Aachen los, und ein Auto fuhr über München und holte mich ab. Der Rest
flog nach Pisa (die meisten äußerst günstig). Abendessen
wieder im Thalkirchener (Günni und Olli waren auch dabei), Übernachten und
morgens um 6:30 ging es los. Wie letztes Jahr schneite es unterwegs, diesmal
auf dem Brenner. Um 14:00 Uhr sahen wir plötzlich Ralfs Van auf dem
Parkplatz beim Lidl in Follonica stehen, dem letzten größeren Ort vor der
Marina und die Bahnstation der Flugreisenden. Damit war auch schon die
Einkaufsfrage gelöst. Und wie wunderbar: hier gab es Bitburger Pils - ganz
ohne Dosenpfand, -,59 € der halbe Liter. Zu dumm nur, dass wir schon in
Belgien und Holland eingekauft hatten. Und zu dumm, dass das unabhängig
voneinander geschah. So hatten wir dann später auf dem Steg den größten
Vorratsberg, den ich bisher gesehen habe. Aber so eine Bavaria 44 hat schon
ein unglaubliches Stauvermögen. Nach der Einweisung der Crews und dem
ersten Essen an Bord (wir haben bis auf das Abschlussessen am letzten
Tag immer an Bord gekocht) schallte dann Musik aus den Lautsprechern: Mit 66
Jahren... denn Natz hatte Geburtstag. Danach starteten dann die ersten gegenseitigen
Besuche und die Cockpitbänke wurden auf ihre Bequemlichkeit hin getestet.
Zweiter Tag:
Porteferraio
Das erste Tagesziel stand
mit Porteferraio bereits seit langem fest - denn dort wollten wir unsere
beiden Nachzügler Jan und Sascha aufnehmen. Das Ablegen verzögerte sich
jedoch erst einmal. Unter anderem trafen wir uns alle zu einer
Gedenkansprache für den kürzlich verstorbenen Initiator der Segeltörns,
unseren Lutz, und für PV, der ebenfalls dazu beigetragen hat, diese
Tradition fest zu etablieren.
Der Wind blies eher mäßig, und so kamen wir erst um 17:30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt (die
Tankstelle an der Hafeneinfahrt) an, um Sascha an Bord zu nehmen. Der war
allerdings auch noch nicht lange dort, denn auch er hatte einige Stunden
länger gebraucht, da Sonntags weniger Züge nach Piombino fahren als im
Plan standen. (Dafür war aber der Fährbetrieb unverhältnismäßig
heftig - alle paar Minuten eine Fähre, so kam es uns vor.) Wir nutzten
die Gelegenheit und tankten erstmal das Schiff voll (war nicht vollgetankt
bei der Übernahme) sowie den Ersatzkanister mit Gemisch für den
Außenborder. Der Tankwart zelebrierte dabei das Abmessen des Öls und das
Schütteln des Kanisters wie ein
alter Apotheker.
Danach suchten wir die
Bucht nach dem großen, gelben, turmartigen Gebäude ab, von dem Eike
erzählt hatte und vor dem wir uns zum Ankern treffen wollten. So eines
haben wir nicht gefunden, aber schließlich entdeckten wir die anderen
Schiffe vor dem gelben Hotel im Süden der großen Bucht. Nach 3 Anläufen
hielt dann auch der Anker endlich und es kamen auch gleich die anderen
Schlauchboote angeflitzt und hofften auf ein Bier, während meine Crew
erst einmal den "Water Balloon Launcher" testete. Während des Abendessens
im Cockpit erlebten wir einen grandiosen Sonnenuntergang vor der Kulisse
von Porteferraio.
Dritter Tag (Isola
di Capraia)
Auch heute ging es für uns
erst spät los. Zuerst musste noch das Hotel aufgesucht und einige Fotos
von der Bucht mit den 5 Booten geschossen werden. Es war nach 11 Uhr, als
wir als letzte den Anker lichteten und zur Insel Capraia aufbrachen, mit
achterlichem Wind (SO), der gegen Abend einschlief (wie er es jeden Abend tat).
Bei der Einfahrt in die Bucht mit dem Hafen merkten wir dann, dass der
Hinweis im Buch auf starke lokale Winde durchaus ernst zu nehmen wahr -
plötzlich pfiff es uns von Land aus entgegen. Deshalb und weil die
Ankerbucht recht eng ist (und außerdem unser Anker im ersten Versuch
langsam durch das Seegras rutschte und die anderen auch gleich den Hafen aufsuchten)
fuhren wir den anderen nach und machten ebenfalls im Hafen fest.
Beim Landgang gab es dann
das eine oder andere lange Gesicht - wer sich auf WC und Dusche gefreut
hatte, musste feststellen, dass die hier gerade dichtmachten (19:30 Uhr).
Bis zum Abendessen blieb noch ein wenig Zeit und so joggte ich mit Holger
den Berg hinauf, um die Aussicht von oben auf den Hafen zu genießen. Die
Insel selber ist wohl recht schön, so weit wir das sehen konnten. Nach
dem Abendessen verteilte man sich auf die anderen Boote - für mich war es
wie in der Eulenecke: lange Diskussionen mit Manni bis in den frühen
Morgen.
Nach Porto Azzurro war dies
der zweitteuerste Hafen, 47,- € für unsere 44er in der Halbsaison und
dafür kein Landstrom, und Sanitäreinrichtung nur stundenweise und gegen
eine happige Extragebühr - das lädt nicht unbedingt zum
Wiederkommen ein.
Vierter Tag (Bastia
bzw. Marciana Marina)
Bei der Skipperbesprechung
einigten wir uns auf Bastia/Korsika als Tagesziel. Ebs wollte lieber
zurück nach Elba und wir vereinbarten Marina di Campo als Treffpunkt für
morgen. Nach dem Auslaufen hatten wir nur kurz Wind und so beschließen
Ralf und ich, erst einmal eine Anker- und Badepause einzulegen. "Gaia,
Gaia, Gaia, hier ist Era Ora - kommen" tönte es bald und Wolf
berichtete, dass er mit schönem Wind gut unterwegs sei. Wir warteten noch
eine Stunde ab, und als Wolf erneut von gutem Wind berichtete, brachen
auch wir auf. Uli hatte sich zwischenzeitlich entschlossen, ebenfalls Elba
(Marciana Marina) anzulaufen.
Tatsächlich stand weiter
draußen ein guter Wind und so konnten wir, nachdem wir das zunächst
klemmende Rollgroß endlich heraus hatten, einiges von Wolfs Vorsprung
wieder aufholen. Etwas ausgebremst wurden wir durch das traditionelle
Mütze-über-Bord-Manöver (als der Wind mal kurz die 6 Bft. antestete, pfiff es
dem Rudergänger die Mütze vom Kopf).
Der Ausguck verlor die Mütze
allerdings zwischen den Wellen aus dem Auge und weil das an Bord installierte
GPS-Gerät keine MOB-Funktion hatte, blieb unsere Suche letztlich erfolglos. (Es ist
mir unverständlich, wie ein Hersteller sich trauen kann, ein Gerät ohne
diese wichtige Funktion auf den Markt zu bringen.) Und zur Beruhigung: bei
einem echten Mann-über-Bord-Fall wäre der Alarm auch sofort gekommen und
nicht erst nach einigem Überlegen "sollen wir oder sollen wir
nicht...".
Als abends das inzwischen
vertraute "Gaia, Gaia, Gaia, hier ist Era Ora, kommen" wieder
ertönte, waren wir bis auf eine Seemeile an Wolf herangekommen. Dann
lagen auch wir in der Flaute und mussten die letzten 8 Seemeilen bis nach
Bastia unter Maschine weiterlaufen. In Bastia machten wir im Vieux Port,
dem alten Stadthafen, fest (römisch-katholisch an der Außenpier mit
Boje). Um beim Abendessen im Cockpit die volle Aussicht über den Hafen
auf die inzwischen beleuchtete Altstadtkulisse zu haben, hätten wir
allerdings besser andersherum angelegt. Nach dem Essen gab es noch eine
Überraschung für Kornelius, denn auch für ihn hatten wir ein
Geburtstagsgeschenk mitgebracht.
Bastia ist für mich
persönlich eine der eindrucksvollsten Hafenstädte überhaupt, mit ihrem
mediterranen und zugleich morbiden Charme, den wir auf einem Landgang
näher in Augenschein nahmen (ist natürlich Geschmacksache). Auch war
hier einfach mehr Leben im Hafen und in der Stadt als auf Elba. Man muss
es aber abends sehen, tagsüber
geht von diesem Charme einiges verloren. Der korsische Rotwein (wir haben
den Revoluzzer-Wein "Ché Guevara" gebunkert) ist fast so
gut wie der einheimische Grappa, von dem einige Aktive schwärmten.
Der Hafenmeister nahm uns
40,- € ab, eine Kategorie weniger als nach Liste (Hauptsaison).
Vielleicht war das seine Entschädigung dafür, dass WC und Duschen gerade
wegen Renovierung geschlossen hatten. René und Eike hatten deshalb abends
mit dem Wasserschlauch auf dem Kai geduscht, und Wasser- und
Stromanschlüsse gab es genug, nur leider waren nicht alle Kabel lang
genug (15m sollten es mindestens sein).
Ebs und Uli, die
stattdessen nach Marciana Marina gesegelt waren, berichteten von einer
ordentlichen Marina mit ordentlicher Infrastruktur (d.h., sie fanden
Duschen).
Fünfter Tag (Marina
di Campo)
Auch heute brechen wir erst
spät auf - kurz vor zehn. Der Wind weht wie jeden Tag aus Süd bis
Südost und wir entscheiden uns, anstatt Höhe zu knüppeln lieber
Geschwindigkeit zu machen, um so schnell wie möglich unter Land zu
kommen. Die Rechnung geht leider nicht auf, der Wind dreht in die falsche
Richtung und wir verlieren 2 Stunden
gegenüber den anderen, die den direkten Weg nehmen. Als am späten
Nachmittag der Wind wieder einschläft, treffen wir Ulis Galadriel. Mit
dem letzten Windhauch zieht sie an uns vorbei, dann werfen wir die
Maschinen an für die letzten paar Meilen bis nach Marina di Campo.
Dort ankern wir und es wird
ein reger Taxibetrieb mit den Schlauchbooten aufgenommen - erst zum
Landgang und dann zum Treffpunkt auf Ralfs Boot. Eindrucksvoll das
Abendrot beim Sonnenuntergang. Obwohl die Bucht bei südlichen Winden als
unsicherer Ankerplatz gilt, haben wir aufgrund des völligen Fehlens von
Wind keinerlei Probleme, nicht einmal Schwell steht dort.
Sechster Tag (Porto
Azzurro)
Morgens wird erst einmal ein
ausgiebiger Landgang gemacht. Die im Handbuch eingezeichneten WCs und
Toiletten gibt es nicht, stattdessen werden wir vom Hafenbüro aus zu den
öffentlichen Toiletten am Bushof geschickt. Campo hat den größten
Sandstrand von Elba, was wir gerne zu einem längeren Spaziergang nutzen.
Hier gibt es einen dunklen, interessant glitzernden Sand, der eifrig als
Souvenir eingesammelt wurde.
Wieder laufen wir als letzte aus.
Da der Weg
bis Porto Azzuro relativ kurz ist, legen wir gemeinsam eine ausgiebige
Anker- und Badepause im Golfo della Lacone ein.
Der SO-Wind bringt eine
leichte Dünung mit sich und Manni bringt das Kunststück fertig, mit dem
Schlauchboot kurz vor dem Strand einen Salto in der letzten Welle zu
schlagen. Der Außenborder nimmt das glücklicherweise nicht weiter übel
und springt wieder an. Uli, Dieter und Scho kommen an Bord und bei Kaffee
und Jupiler beschließen wir, abends in Porto Azzurro in der westlichen
Bucht zu ankern.
Abends, in Porto Azzurro,
laufen nach Ebs aber auch Uli und Wolf in den Hafen, während wir neben Ralf
in der großen Bucht ankern. Die Fahrt mit dem Schlauchboot dauert nur 5
Minuten, und so unternehmen wir abends einen ausgiebigen Landgang und
treffen uns mit den anderen in einem der Straßencafés auf ein Bier oder
Kaffee "mit Schuss". (Danke an Ingo für die Einladung!)
Porto Azzurro ist der bisher
teuerste Hafen: 44,- € für die 34''/37''-Schiffe - wir freuen uns, dass
wir geankert haben (und nachts null Wind hatten und auch den Lärm der
Fähre kaum hörten). Dafür gibt es hier endlich funktionierende sanitäre
Einrichtungen - gegen die übliche Gebühr. Und wir erleben einen
Hafenmeister, der das Wetter mit Steinen auf einem Tisch erklärt.
Siebter Tag (zurück
nach Puntone)
Morgens machen wir den
üblichen Landgang und ich entdecke in einem Segelshop den aktuellen
Wetterbericht. Später erfahren wir, dass alle anderen gerätselt haben, was
uns denn kaputt oder über Bord gegangen sei... Von der Straße neben der
Bucht haben wir einen schönen Blick sowohl über die Bucht als auch über
die Stadt mit dem Hafen und schießen viele Fotos.
Den Weg nach Puntone können
wir auf einem Bug zurücklegen (wir haben immer noch den Südostwind). Den
Lacher des Tages liefert Wolf mit seinem Funkspruch: "Wo kann man denn
hier tanken?" (die Etrusca Marina hat keine Tankstelle) und Peters
schlagfertige Antwort "In Porto Azzurro!". Punta Ala, 4sm südlich
der Etrusca Marina, war dann doch ein wenig näher.
Abends gibt es das gemeinsame
Abschlussessen in einer Pizzeria in Puntone. Hier wird wie immer auch über
das Ziel für das nächste Jahr abgestimmt - die Wahl fällt auf Mallorca,
das sich knapp gegen Elba und Istrien und deutlich gegen die Dänische
Südsee durchsetzen kann. Danach trifft man sich wieder gemeinsam an Bord,
um die letzten Bier- und Rumvorräte vor dem Rücktransport zu bewahren.
Rückblick
Für alle war es einer der
schönsten Törns, die wir bisher gemacht haben. Das Revier ist einfach
wunderschön, auch hatten wir stets gutes Wetter, wenn wir uns auch manchmal
mehr Wind gewünscht haben. Das Konzept mit dem Spaßtörn ist voll
aufgegangen, die Aktiven mussten gebremst werden, das Schlauchboot nicht
schon zu Wasser zu bringen, bevor der Anker unten war. Manchem hat die
sanitäre Ausstattung der Marinas nicht gefallen (nur stundenweise
geöffnet, wenn überhaupt). Aber erstmals (soweit ich mich erinnern kann)
wurde dasselbe Revier gleich für das nächste Jahr wieder vorgeschlagen.
Dieser Segeltörn war
teilweise wieder eine gute Übung in Sachen Gruppendynamik, sehr geeignet
natürlich für eine Gemeinschaft wie wir es sind. Und natürlich gab es wieder so manche Anekdote, die sicher in vielen
Jahren noch gerne erzählt werden wird.
Denjenigen, die diesmal
daheimgeblieben sind, kann niemand Trost aussprechen, sie haben eine
wunderbare Woche ihres Lebens versäumt. Aber nächstes Jahr gibt es ja
wieder einen Alanentörn.
Tilo Klesper
Die Revier- und Charterinformationen
in Kurzform:
Charteragentur: Blister
Yachting, München.
(Dieses Mal) günstig und völlig unkompliziert. Der Geschäftsführer,
Antonio d'Aversa, hat offenbar einen guten Draht speziell zu den
Italienern. Hier werde ich jederzeit wieder gerne chartern.
Charterbasis: Eva Sail.
Hauptstützpunkt ist Rio Marina / Elba, in Puntone gibt es eine provisorische Basis (auf einer Bavaria 34).
Das macht zwar zunächst einen unprofessionellen Eindruck, aber Ein- und
Auschecken waren sehr unkompliziert. Beim Einchecken bekamen wir eine
Mappe mit Inventarliste und Urteilsbogen in die Hand gedrückt, später
standen uns Techniker für eine individuelle Einweisung (und
Fehlerbehebung) zur Verfügung. Ein paar Dinge mussten wir (wie immer und
überall) anmahnen (z.B. Riemen für die Schlauchboote). Einzige Kritikpunkte: die Kanister mit dem Mix für die Außenborder konnten nicht gefüllt werden, die Pantryausrüstung ist knapp (eigene Pfannen mitbringen!). Nächste Tankstelle in Punta Ala (4sm) oder auf
Elba. Ob der kürzeste Auscheck meiner Charterkarriere (2 Minuten) auf unsere Kautionsversicherung zurückzuführen ist?
Jedenfalls waren die Mitarbeiter (die "offiziellen" Damen
sprechen deutsch, die Techniker nicht) stets ansprech- und hilfsbereit.
Den Schiffen waren allerdings deutliche Gebrauchsspuren anzumerken, was
aber z.T. den Charterern vor uns anzulasten ist.
Porteferraio:
Ankern im südlichen Teil der Bucht vor dem gelben Hotel,
Ankergrund z.T. bewachsen, mein Anker hielt erst beim 4. Anlauf . Toller Blick auf den Sonnenuntergang über Porteferraio.
Abends frischer Landwind.
Capraia:
Anlegen im Hafen. Frischer Landwind, verstärkt durch Landeinschnitt. Nur wenige Plätze mit Strom und Wasser (am Kai).
Toiletten (-,50) und Dusche (3,-) nur von 8-11 Uhr und von 17-19:30 geöffnet.
Liegekosten: siehe Tabelle. Starker Landwind.
Bastia (Korsika):
Anlegen im Vieux Port an der äußeren Pier (r.-k. an Boje). Wasser und Strom am Kai, Toiletten und Duschen wegen Renovierung
geschlossen (Mai 2003), Wasser und Strom ausreichend vorhanden. Öffentliche Toilette auf dem großen Platz Richtung Fährhafen.
Entgegen dem Hinweis im Handbuch in der Nacht völlig ruhig. Wenige Liegeplätze.
Liegekosten etwas geringer als Capraia (obwohl hier schon Hochsaison, also
im Juli/August deutlich günstiger).
Marciana Marina:
WC, Toiletten: vorhanden. Liegekosten etwas günstiger als Capraia.
Marina di Campo:
Ankern in der Bucht. Gut haltender Sandgrund. WC und Toiletten sind nicht wie im Hafenplan eingezeichnet im Hafen zu finden, stattdessen gibt es eine öffentliche Toilette am Bushof (tagsüber).
Porto Azzurro:
Ankern in der Bucht von Porto Azzurro, westlicher Teil (gut haltender Sandgrund). Mit dem Schlauchboot ist man in 5 Minuten im Hafen.
Im Hafen relativ teure Liegegebühr (44,- € für 34''/37''). WC,
Toiletten, Wasser und Strom vorhanden.
Puntone (Etrusca Marina):
Marina ist noch im Bau. Die Stege (mit Strom uns Wasser) liegen bereits, die Stromversorgung fiel (wegen der Bauarbeiten?) zeitweilig aus.
Achtung: an den Strom-/Wasserterminals wird zwischen Brauchwasser und
Trinkwasser unterschieden. WC und Duschen provisorisch in Containern, Warmwasser knapp (Boiler), ein Hotel mit piekfeinem Restaurant, ansonsten noch keine Infrastruktur. Fußweg nach Puntone (Pizzeria) ca. 10 Minuten.
Anreise:
vom Flughafen Pisa per Bahn nach Follonica, von dort aus Taxidienst mit den eigenen Autos.
Billigflüge mit Ryan Air (von Hahn/Hunsrück) und Hapag Lloyd (Köln), Bahnverbindung problemlos. Anreise
per Bahn nach Piombino: sonntags problematisch, da nicht alle Züge fahren.
Anreise von München per Auto: je 8 Stunden, ges. 87,- Euro Maut.
Einkaufen:
in Follonica gibt einen Lidl, der auch deutsches Dosenbier (Bit u.a., ohne Pfand) führt. Preise knapp 10% über unseren.
Liegeplatzkosten:
Da wir meist geankert haben, liegen uns nur wenige Daten vor. Auf jeden
Fall sind die Preise stark saisonabhängig. Porto Azzurro ist teuer, die
anderen besuchten Marinas etwas günstiger als Capraia. Die
Saisoneinteilung der Monate ist unterschiedlich. Für Capraia gibt es hier
die Tabelle.
Navigation/Revierführer:
Die Seekarten an Bord waren z.T. veraltet.
Empfohlene Revierführer:
"Italien - Küsten Liguriens und der Toskana" - enthält Elba
und Capraia. Ulrich Schultz, DSV-Verlag, 1. Auflage 2002. Besonders die
Fotos von den Ankerbuchten waren hilfreich für die Absprache des
Treffpunktes.
"Korsika, Nordost-Sardinien, Toskanische Inselwelt" - gut für
Korsika, weniger für Elba. Andrea Horn/Wyn Hoop - Edition Maritim, 3.
Auflage 1998.
Wetterberichte: online von wetteronline.de, aktuelle Ausdrucke von Metéo
France bei den Hafenmeistern. Beide zutreffend. Die Wetterberichte im Funk
für Korsika (Ankündigung auf Kanal 16, dann Kanal 79) enthielten
Starkwindwarnungen, die von der Tendenz her richtig waren, aber mit 4-5
Bft. für unseren Geschmack aber eher übervorsichtig waren. Insbesondere
die Hinweise auf den Seegang mag aber für Motorboote von Bedeutung sein.
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München, 21. Mai 2003
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